Nachhaltige Infrastrukturinvestitionen sind
einer von vielen Bereichen, die 2020 durch
Covid-19 grundlegend verändert wurden.
Nachdem die Regierungen in aller Welt die
Bewegungsfreiheit eingeschränkt und die
Wirtschaft heruntergefahren haben, um die
Ausbreitung des Coronavirus zu hemmen,
begegnen sie nun den wirtschaftlichen
Folgen der Pandemie mit beispiellosen
staatlichen Infrastrukturausgaben
in vielen Bereichen, die vom
Gesundheitswesen über die Bildung bis
zu Beschäftigungsprogrammen reichen.
Das gesamte Ausmaß dieser
Gegenmaßnahmen ist beeindruckend.
Die Kapitalmärkte verzeichnen Emissionen
von Sozialanleihen auf Rekordniveau
zur Finanzierung solcher Projekte.
Laut Schätzungen der Firma Morningstar
hat das Vermögen der europäischen
Nachhaltigkeitsfonds erstmals in der
Geschichte die Marke von einer Billion
US-Dollar übertroffen. Alleine im dritten
Quartal verbuchten sie Zuflüsse in
Höhe von 50 Mrd. EUR, was einem
Anteil von 40 % am Gesamtvolumen der
Kapitalzuflüsse in europäische Fonds
entspricht. Dieser Trend tritt auch auf
den privaten Märkten sehr deutlich in
Erscheinung (siehe Abbildung 1).
Vor der Pandemie konzentrierten sich
nachhaltige Geldanlagen gewöhnlich eher
auf Umwelt- und Klimaschutzstrategien.
Wenn Unternehmen und andere
Organisationen in den letzten Jahren
über ihre ESG-Bilanz (die Abkürzung
ESG steht für Umwelt, Soziales und
Unternehmensführung) sprachen, so lag
der Schwerpunkt tatsächlich ganz klar
auf dem ersten dieser drei Aspekte.
Investitionen zur Herbeiführung besserer
oder gerechterer sozialer Verhältnisse
sind nun jedoch stark ins Blickfeld
gerückt. Dies untermauert das Konzept
der „gesellschaftlichen Betriebslizenz“
(Social License to Operate), das in den
letzten Jahren zunehmend an Bedeutung
gewinnt. Dieser Trend wird kaum wieder
abklingen, wenn die Welt die Pandemie
überwunden hat. Unter den Anlegern
wächst das Bewusstsein dafür, dass
Infrastrukturinvestitionen langfristige
Auswirkungen auf die Gesellschaft
haben und dass die Berücksichtigung
von ESG-Kriterien nicht nur ein Mittel
zur Verminderung der Risiken, sondern
letztlich auch ein Renditebringer ist
und die Möglichkeit eröffnet, durch die
Gestaltung positiver Entwicklungen
einen Mehrwert zu erzielen.
In der Vergangenheit waren Investitionen,
die als sozial galten und bezeichnet
wurden, oft von einer geografischen
Fixierung auf Schwellenländer geprägt
und mit einem konkreten Themenkomplex
wie etwa dem Gesundheitswesen, der
Wasserversorgung, der Armutsbekämpfung
und der Bildung verbunden.
Die 2015 veröffentlichten UN-Ziele
für nachhaltige Entwicklung haben
eine starke soziale Komponente.
Für Infrastrukturinvestitionen
relevant sind dabei Gesundheit und
Sicherheit, Lieferkettenprobleme,
Korruptionsbekämpfung, Diversität,
Arbeitsbedingungen und Menschenrechte.
Gleichzeitig kann man durch die
Schaffung von Arbeitsplätzen und durch
soziale und technische Verbesserungen
auch Problemen wie der Ungleichheit
begegnen. Dies gilt gleichermaßen für
die Ungleichheit zwischen Arm und
Reich sowie zwischen Männern und
Frauen. Die zunehmende Bedeutung
des sozialen Aspekts im Rahmen der
ESG-Bewertung hat das Interesse der
Organisationen und Personen, die eine
verantwortliche Geldanlage anstreben,
stärker auf den sozialen Nutzen gelenkt.
Figure 1: Abbildung 1: Gesamtvolumen des eingeworbenen Kapitals – Fonds mit und ohne
ESG-Kriterien im Vergleich
Quelle: Prequin Pro, Oktober 2020.
Die Idee, dass Infrastrukturinvestitionen
dem Umweltschutz dienen und/oder
die Auswirkungen des Klimawandels
mildern können, ist nicht neu und wird
zweifellos Bestand haben. Allerdings
hat die Pandemie die Dynamik in
diesem Bereich teils positiv, teils
aber auch negativ verändert.
Durch den Rückgang des Reiseverkehrs,
der Industrieproduktion und der
Stromerzeugung während der Covid-19-
Pandemie sind die Emissionen laut dem
Umweltprogramm der Vereinten Nationen
2020 weltweit um bis zu 7 % gesunken.1
Die Auswirkungen des Coronavirus auf
die Emissionen werden natürlich aller
Wahrscheinlichkeit nach bis weit in
das Jahr 2021 hinein anhalten. Rund
um den Globus wurden bereits weitere
Lockdowns verhängt, und es kann
mehrere Jahre dauern, bis die Nachfrage
in Sektoren wie der Luftfahrt wieder
das Vor-Pandemie-Niveau erreicht.
Trotzdem steigt die CO2-Belastung der
Atmosphäre rasant weiter. Dies zeigt,
dass die einschneidenden Maßnahmen,
die während der Pandemie ergriffen
wurden, zwar zur Senkung der weltweiten
Emissionen beitragen, aber laut den
Schätzungen der Wissenschaft bei Weitem
noch nicht genügen, um die schlimmsten
Folgen der Klimakrise abzuwenden.
Gleichzeitig sind jedoch infolge des
Konjunkturabschwungs 2020 auch
die Preise für fossile Brennstoffe stark
gesunken. Wenn die Volkswirtschaften
in den kommenden Monaten und
Jahren wieder wachsen, besteht
daher die Möglichkeit, dass der
Konjunkturaufschwung in manchen
Weltregionen durch billigeres Öl- und
Gas befeuert werden könnte, was
mit einer Zunahme der Emissionen
einhergehen würde. Außerdem erreichte
der Anteil der erneuerbaren Energien
am Bruttoendverbrauch in der EU trotz
eines exponentiellen Wachstums der
Produktion 2018 nur 18 %, wobei die
Entwicklung vor allem im Transportwesen
und im Bereich der Heizung und Kühlung
hinter den Erwartungen zurückblieb und
auch das Phänomen des „schmutzigen“
Stroms in Europa auftrat.2
Dies verdeutlicht, dass noch viel
mehr getan werden muss, um einen
neuerlichen Anstieg der Emissionen
im Zuge der wirtschaftlichen Erholung
nach der Pandemie zu verhindern.
Gleichzeitig sieht sich Europa mit einer
Rezession in einer Größenordnung
von schätzungsweise 7 % bis 10 %
konfrontiert, deren gesundheitliche
und soziale Folgen in der gesamten
Wirtschaft zu spüren sein werden.3
Die Nach-Pandemie-Zeit wird
wahrscheinlich Gelegenheiten zur
Erhöhung der Investitionen bieten, die dem
Klimaschutz dienen. So hat beispielsweise
die Europäische Union signalisiert, dass
sie den Umweltschutz ins Zentrum ihrer
Pläne zum Wiederaufbau der Wirtschaft
nach Covid-19 stellen wird,4 und auch
das Vereinigte Königreich hat kürzlich
ehrgeizigere Vorschläge zur Erfüllung
seiner Emissionsziele angekündigt.5 Offenbar verfolgt die Politik mit noch
nie dagewesener Einmütigkeit das Ziel,
durch den Umbau der Industrie sowie
technischen Fortschritt und Innovation
einen kosteneffizienten, sicheren und
„gerechten“ Wandel voranzutreiben.
Die grünen Konjunkturspritzen dienen
nicht nur der erfolgreichen Senkung
der Emissionen, sondern fördern auch
Investitionen, durch die mehr Arbeitsplätze
im wichtigen verarbeitenden Gewerbe, in
der Bauwirtschaft und in mittelständischen
Unternehmen entstehen und Einsparungen
für die Verbraucher erzielt werden können.
In den USA hat der neu gewählte
Präsident, Joe Biden, versprochen,
bei der ersten Gelegenheit wieder
dem Pariser Klimaschutzabkommen
beizutreten.,6 Zudem haben mehrere
US-Bundesstaaten bereits Ziele festgelegt,
um den Anteil der erneuerbaren
Energien bis Ende des Jahrzehnts
auf mindestens 50 % zu steigern.7
EIN HÖHERER ANTEIL
ERNEUERBARER ENERGIEN
IM ENERGIEMIX IST
UNABDINGBAR, ABER
NICHT GENUG
Dies eröffnet zusätzliche Chancen durch
die Schaffung eines intelligenteren,
leistungsfähigeren Verteilernetzes
und neuer Regeltechniklösungen,
die die Integration dezentralerer
erneuerbarer Ressourcen ermöglichen.
Zu nennen sind hier etwa die intelligente
Verbrauchsmessung und die Speicherung.
Die Europäische Kommission schätzt,
dass zwischen 2021 und 2030 im
Vergleich zum vorherigen Jahrzehnt jährlich
Mehrinvestitionen von 350 Mrd. EUR
getätigt werden müssen. Der Großteil
des zusätzlichen Geldes dient der
Finanzierung von Verbindungen zur
Verknüpfung der nationalen Stromnetze
und dem Ausbau der Kapazitäten
einschließlich des Ersatzes für alte
Kraftwerke und Industrieanlagen.9
Quelle: Bloomberg, Weltbank. Die Angabe für das Jahr 2020 umfasst den Zeitraum bis 30. November.
Um die Trends im Bereich der ökologisch
und sozial verantwortlichen Geldanlage
zu erkennen, genügt als Barometer ein
Blick auf die Staatsanleihemärkte und die
Anleiheemissionen mit Zweckbestimmung
der Erlöse, insbesondere für ökologische
und soziale Vorhaben sowie für
Nachhaltigkeitsprojekte (siehe Abbildung 2).
Für Schwung im Emissionsgeschäft
sorgte 2020 eine starke Zunahme der
Emissionen von Sozialanleihen (um
mehr als 700 % im Jahresvergleich)
10die der Kreditfinanzierung konkreter
Projekte mit einem bestimmten sozialen
Nutzen dienen. Dabei kann es sich um
die Schaffung von Arbeitsplätzen, den
Aufbau von Gesundheitsprogrammen
und ‑einrichtungen sowie Schulungsund
Bildungsmaßnahmen handeln.
In all diesen Bereichen hatte die Pandemie
verheerende Folgen. So hat die Lähmung
der Geschäftstätigkeit unabhängig davon,
ob sie staatlich verordnet war oder nicht, in
aller Welt zu steigenden Arbeitslosenzahlen
geführt, wobei Sektoren wie der Tourismus
und das Beherbergungsgewerbe zu
den Hauptleidtragenden gehören.
Gleichzeitig hat das Coronavirus natürlich
die nationalen Gesundheitssysteme in
beispielloser Weise unter Druck gesetzt.
Und die vorübergehende Schließung
von Schulen und Universitäten hat in
vielen Ländern neue Herausforderungen
in Form von Fernunterricht und
digitaler Vernetzung geschaffen.
Bis Ende November betrug das
Emissionsvolumen insgesamt
155 Mrd. USD,11was gegenüber dem
Vorjahreszeitraum einem Plus von 869 %
entspricht. Etwa 100 Mrd. USD entfielen
auf die Emission spezieller Covid-19-
Anleihen, die sozialen Projekten und/
oder Nachhaltigkeitsprojekten dienen.12 Dies war zweifellos ein Rekordjahr für
die Emission von Sozialanleihen, was
jedoch nicht zulasten grüner Anleihen
ging. Dieses gesamte Segment des
Anleihemarkts (d. h. der Markt für
grüne Anleihen, Sozialanleihen und
Nachhaltigkeitsanleihen) erreichte
2020 ein Emissionsvolumen von fast
0,5 Billionen USD und verzeichnete
damit einen weiteren Rekord. Das
Wachstum im Bereich der Sozialanleihen
war also kein Nullsummenspiel, und
da sich die Emittenten weiterhin Mittel
für ökologische und für soziale Projekte
beschaffen, wird die zunehmende
Aufmerksamkeit für soziale Faktoren
vermutlich kein vorübergehender Trend,
sondern eher die neue Normalität
im Nachhaltigkeitssegment sein.
Angesichts des breiten Spektrums
der Sozialanleihen, die dieses Jahr
begeben wurden, und der Aussicht auf
eine Fortsetzung dieses Trends in der
absehbaren Zukunft gibt es für Anleger und
Institutionen nun neben Wertpapieren mit
Umwelt- und/oder Nachhaltigkeitsbezug
auch eine viel größere Auswahl an
Anlagemöglichkeiten mit sozialem Nutzen.
Das gleichzeitige Streben nach sozialen
und ökologischen Verbesserungen ist ein zentraler Grundsatz der Strategie, die der
Fonds European Sustainable Infrastructure
von Columbia Threadneedle auf dem
Gebiet der nachhaltigen Geldanlage
verfolgt. Anfang des Jahres hat er in das
Rechenzentrum Lefdal mit Sitz in Norwegen
investiert. Lefdal zeichnet sich durch
eine exzellente Umweltbilanz und vor
allem durch seine im Branchenvergleich
hervorragende Energieeffizienz aus,
die teilweise auf der Nutzung von
Meerwasser aus einem nahegelegenen
Fjord für die Kühlung beruht. 13
Das Rechenzentrum Lefdal hat jedoch
auch einen erheblichen sozialen Nutzen:
Es erfüllt eine zentrale Funktion für die
digitale Infrastruktur Norwegens, indem
es vorher unterversorgte Gemeinden
(beispielsweise in entlegenen und
ländlichen Gebieten) an das Internet
anbindet. Dies kann den Zugang
zu digitalen Bildungsangeboten
erleichtern und damit neue
Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen.
Eine bessere Anbindung schafft
auch für Unternehmen wie
landwirtschaftliche Betriebe die
Voraussetzung für Investitionen
in oder die Nutzung von neuen
Technologien, was positive Folgeeffekte
in Form von Ernährungssicherheit
und Nachhaltigkeit haben kann.
Der Fonds European Sustainable
Infrastructure hat kürzlich außerdem
Condor Ferries übernommen.
Dabei handelt es sich um ein
Transportunternehmen, das als
Hauptanbieter von Fracht- und
Personenbeförderungsleistungen zwischen
den Kanalinseln, dem Vereinigten
Königreich und Frankreich fungiert.
Zwar bestehen gegen die gesamte
Schifffahrtsindustrie in nachhaltigen
Anlageportfolios aufgrund ihrer
CO2-Emissionen oft
Nachhaltigkeitsbedenken, aber
Unternehmen wie Condor können
eine wichtige soziale Aufgabe erfüllen,
indem sie die Versorgung und
Verkehrsanbindung entlegener Gebiete
und Inseln gewährleisten. Solche
Dienstleistungen können wiederum
zur Gesundheitsversorgung und
Ernährungssicherheit beitragen und die
Beschäftigungsmöglichkeiten verbessern.
Im Zuge der weltweiten Verteilung von
Impfstoffen gegen Covid-19 werden
Frachtleistungen eine entscheidende Rolle
für den Verteilungsmechanismus spielen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die
ökologischen Auswirkungen einer solchen
Geschäftstätigkeit ignoriert werden
dürfen oder ignoriert werden. Im Falle der Übernahme von Condor wirkt der
Fonds darauf hin, das Umweltprofil der
Unternehmensflotte und der landseitigen
Tätigkeiten zu verbessern. Dies umfasst die
Abfallvermeidung und die Steigerung der
Effizienz in allen Unternehmensbereichen
sowie die Umstellung auf sauberere
Antriebstechniken im Laufe des
Jahrzehnts. Sozial verantwortliche Anleger
sind sich auch zunehmend der Möglichkeit
bewusst, Einfluss auf den Kurs der
Firmen zu nehmen, in die sie investieren,
um die Umstellung auf emissionsarme
Technologien voranzutreiben.
Infrastrukturinvestitionen mit
sozialem Bezug nach der Pandemie
Durch Covid-19 ist zweifellos ein großer
Bedarf an Investitionen mit positiver
sozialer Wirkung entstanden, der
jedoch kaum mit der Überwindung der
Pandemie wieder verschwinden wird.
Zunächst einmal werden die
sozioökonomischen Folgen der Pandemie
wahrscheinlich lange anhalten. Sie hat
allem Anschein nach vielerorts bereits
die Einkommensunterschiede vergrößert.
So dürften beispielsweise besser
verdienende Büroangestellte weniger von
Arbeitsplatzverlusten betroffen sein als
Menschen, die im Dienstleistungssektor
beschäftigt sind oder deren Berufe
sich kaum für Fernarbeit eignen.
Zudem bleibt abzuwarten, welche
gesundheitlichen Langzeitfolgen
Covid-19 haben wird und welche
Maßnahmen vielleicht zu deren
Linderung nötig sein werden.
Und in der Zwischenzeit werden die
Regierungen in aller Welt wahrscheinlich erhebliche Infrastrukturinvestitionen
zur Unterstützung der nationalen
Impfkampagnen tätigen müssen.
Doch vielleicht haben die Anleger
in letzter Zeit durch die wachsende
Bedeutung von Investitionen mit sozialem
Bezug ein besseres Verständnis der
Wechselwirkungen zwischen ökologischen
und sozialen Belangen gewonnen.
Als Beispiel hierfür seien die Investitionen
in die grüne Infrastruktur genannt.
Ein ganzer Wirtschaftsraum wie die EU
betrachtet einen neuen „Green Deal“ als
idealen Weg aus der pandemiebedingten
Rezession, weil er nicht nur die Erfüllung
der Emissionsziele erleichtert, sondern
auch Tausende neuer Arbeitsplätze
schaffen kann. Tatsächlich geht aus
aktuellen Studien hervor, dass durch
Investitionen in Umweltprojekte bis zu
dreimal so viele Arbeitsplätze entstehen
können wie durch Investitionen in
konkurrierende Projekte auf der Basis
fossiler Brennstoffe (siehe Abbildung 3).
Die Verminderung der Abhängigkeit
von Öl und Gas kann auch einen
zusätzlichen sozialen Effekt haben.
So wird beispielsweise die Verbesserung
der Luftqualität durch die Umstellung
auf Elektrofahrzeuge vermutlich einen
großen gesundheitlichen Nutzen
haben, von dem überproportional die
Menschen profitieren, die in den dicht
besiedelten Ballungsräumen leben.
Letztlich werden jedoch die Fortschritte
im Klimaschutz zwangsläufig enorme
soziale Auswirkungen haben, indem sie
die Häufigkeit extremer Wetterereignisse
und damit das Ausmaß der drohenden
Ernteausfälle, Sachschäden und
Fluchtbewegungen in den kommenden
Jahrzehnten verringern.
Abbildung 3: Arbeitsplätze pro Investitionssumme von einer Million – Umweltprojekte und
fossile Brennstoffe im Vergleich
Quelle: Cameron Hepburn, Brian O’Callaghan, Nicholas Stern, Joseph Stiglitz. „Will Covid-19 fiscal recovery packages accelerate or
retard progress on climate change?“ (Mai 2020).